17% der Bauunternehmen erwarten zweistelliges Wachstum

Die Konjunkturlokomotive am Bau steht unter Volldampf: Seit mehr als zwei Jahren sind die Auftragsvorräte bei den Bauunternehmen so groß, dass die Branche bis an die Grenzen ihrer Kapazitäten ausgebucht ist. Kein Wunder, dass fast alle befragten Bauunternehmer im Frühjahrs-Baubarometer von BauInfoConsult auch 2018 mit mehr oder gleich viel Umsatz wie im Vorjahr rechnen.
Anfang des Jahres hat das Düsseldorfer BauInfoConsult-Institut unter anderem 150 Bauunternehmer in telefonischen Interviews zu ihren Umsatzerwartungen im Jahr 2018 befragt. Die Antworten zeigen, dass sich die Mehrheit keine Sorgen um die Konjunktur macht: 59% der Bauunternehmer gehen davon aus, dass sie 2018 deutlich mehr Umsatz erwirtschaften werden als im Vorjahr (um 5% oder mehr). Jeder sechste Bauunternehmer rechnet sogar mit zweistelligen Zuwächsen. Ein Fünftel der Baubetriebe geht immerhin von leichten Umsatzsteigerungen um bis zu 5% mehr als im Jahr 2017 aus.
Weitere 16% erwarten ein ähnliches Ergebnis wie 2017 – und kaum jemand einen Rückgang. Die Bauunternehmer äußerten sich dabei von allen im Frühjahr befragten Berufsgruppen am Bau am optimistischsten. Das ist wenig verwunderlich, denn im Bauhauptgewerbe übersteigt die Nachfrage weiter die kurzfristigen Kapazitäten, der Arbeitsmarkt für Fachkräfte ist geradezu leergefegt und die Preise ziehen an. Sogar die zuletzt erkennbare Drosselung des Neubautempos kommt in dieser Situation nicht ungelegen.
Zudem ist die öffentliche Infrastruktur mittlerweile mehr als sanierungsreif, der Ausbau der Kommunikationsnetze überfällig. Das Tief- und Straßenbausegment ist in den nächsten Jahren wohl eine sichere Auftragsbank, bei der auch überwiegend im Hochbau tätige Bauunternehmen nicht leer ausgehen dürften.