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Dachsanierung: Maßnahmen, Vorteile und Kosten

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Geht es um die Dachsanierung, sind verschiedene Teile des Dachs relevant - unter Umständen muss die Bedachung in all ihren Bestandteilen erneuert werden. Die sichtbare Dacheindeckung ist bei einer Sanierung nur der offensichtlichste Teil. Dieser Beitrag geht auf verschiedene Sanierungsmaßnahmen ein, zeigt deren Vorteile auf und wirft einen Blick auf den zu erwartenden finanziellen Aufwand.

Dachsanierung: die wichtigsten Maßnahmen

Im Zuge der Dachsanierung denken die meisten Menschen zuerst an den sichtbaren Teil, die Dacheindeckung. Sie ist aber nur ein Bestandteil des Dachs, der im Zuge einer Sanierung ausgetauscht werden kann. In der Regel handelt es sich dabei um eine Eindeckung aus Dachziegeln, Dachsteinen, Bitumen-Dachschindeln, Schiefer oder Metallen wie Kupfer oder Titanzink.

Grundsätzlich sollte ein Dach in etwa 50-60 Jahre überstehen können. Es hängt aber stark von den Witterungsverhältnissen am Standort des Hauses ab, ob ein Dach vielleicht schon nach 30-40 Jahren erneuert werden muss. An schattigen Plätzen, die viel Feuchtigkeit abbekommen, bildet sich häufig Moos, das wiederum Nässe gut speichert – hier kann eine Dachsanierung früher nötig sein.

Erreicht ein Dach langsam das Ende seiner Lebenszeit bzw. seiner Belastbarkeit, so erkennt man das an folgenden Problemen:

  • Gerissene, zerbrochene und/oder verrutschte Dachziegel
  • Undichte Stellen, an denen Feuchtigkeit durchdringen kann
  • Morsche Dachbalken
  • Schimmelbefall
  • Schädlingsbefall
  • Korrosionsschäden

Wichtig: Die Sanierung unterscheidet sich in Sachen Umfang maßgeblich von der Reparatur eines Dachs. Wird das Dach repariert, werden etwaige Schäden geflickt und ausgebessert, ohne dabei ganze Dachbestanteile abzureißen und neu zu bauen. Bei der Sanierung werden Teile komplett erneuert und zudem mit Modernisierungen – Stichwort Energieeffizienz – kombiniert.

Zu den Bestandteilen des Dachs, die im Zuge der Sanierung erneuert und modernisiert werden, gehören folgende:

  • Der Dachstuhl bzw. die Dachkonstruktion ist das Gerüst bzw. die tragenden Sparren und die Lattung über dem obersten Stockwerk, in der Regel aus Holz, das die Eindeckung trägt
  • Die Dachentwässerung & -belüftung umfasst verschiedene Elemente, die Niederschlag verlässlich abführen, keine Staunässe begünstigen und exponierte Stellen gut abdichten. Weitere Informationen zu den verschiedenen Elementen zur Dachentwässerung gibt es auf der Website von Heinl Bauelemente.
  • Die Dachdämmung in Form einer Wärmedämmung gegen den Verlust von Wärmeenergie über das Dach. Sie senkt Heizkosten und stellt eine der gängigen Maßnahmen der energetischen Sanierung dar.

Andere Gründe für eine komplette oder teilweise Dachsanierung sind etwa der Ausbau des Dachbodens zu zusätzlichem Wohnraum, die Installation von Photovoltaik-Paneelen sowie Schäden durch extreme Wetterereignisse.

Wird der Dachboden zu Wohnraum gemacht, so ist vor allem eine gute Dachdämmung vonnöten. Eine Photovoltaikanlage verlangt nicht automatisch nach einem neuen Dachstuhl, aber auf jeden Fall sollte man die Eindeckung von einem Fachbetrieb genau untersuchen lassen, da die Paneele die Eindeckung darunter unzugänglich machen. Unter Umständen muss hier etwas getauscht werden.

Achtung: Die gesetzlichen Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG 2020) gelten auch für das Erneuern der Dacheindeckung (samt Verschalung und Dachlattung). Wird der Dachraum beheizt und das ohne vorhandene Dämmung, so muss diese im Zuge der neuen Dacheindeckung umgesetzt werden.

Dachsanierung: Vorteile der Erneuerungen

Der offensichtliche Grund hinter einer Dachsanierung ist natürlich, das Eigenheim trocken und warm zu halten. Ein altes, undichtes und nicht gedämmtes Dach kann zu vielen weiteren Schäden unterhalb der Eindeckung führen und die Lebensqualität im Inneren des Gebäudes massiv beeinträchtigen.

Abgesehen vom Schutz vor Witterungseinflüssen bringt ein neues Dach aber einige weitere Vorteile mit sich:

  • Energieeffizienz verbessern: Geringerer Wärmeverlust durch Dämmmaßnahmen
  • Energiekosten senken: weniger Heizaufwand
  • Klimaschutz gewährleisten: weniger heizen durch bessere Dämmung
  • Wohnraum vergrößern: bewohnbarer bzw. nutzbarer Raum im Dachgeschoss
  • Immobilienwert steigern: ein neues Dach bzw. saniertes Dach hält wieder für viele Jahre

Gut zu wissen: Nicht nur bei der Dachsanierung ist die Installation von Photovoltaik eine absolute sinnvolle Angelegenheit. Das Solarstrom-Potenzial von Neubauten ist enorm. Würde jeder Neubau in den nächsten 15 Jahren mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet werden, ließen sich 40 Millionen Tonnen CO2 einsparen.

Das sind die Kosten pro Maßnahme

Bei der Sanierung hängen die damit verbunden Kosten davon ab, welche der genannten Maßnahmen ergriffen werden. Hat die gesamte Dachkonstruktion Schaden genommen, so muss diese inklusive Dachstuhl und Dachentwässerung komplett erneuert werden, was die Kosten in die Höhe treibt.

Auch muss ein kaputtes Dach zuerst abgebaut werden, was Kosten für die Demontage sowie die Entsorgung verursacht. Zudem ist die Größe des Dachs relevant, weil mehr Fläche natürlich auch mehr Material sowie Arbeitsstunden benötigt. Nicht zu vernachlässigen ist der Preis für die Fachkräfte. Hier lohnt es sich, Angebote zu vergleichen.

Grundsätzlich sollte man für eine Dachsanierung grob 200 bis 500 Euro pro Quadratmeter einplanen.

Das sind die Preisspannen für verschiedene Maßnahmen der Dachsanierung:

  • Je nach Größe und Form des Dachs entstehen für die Erneuerung des Dachstuhls Kosten von 50 bis 90 Euro pro m².
  • Für die Dachentwässerung ist mit etwa 50 bis 60 Euro pro Meter für Regenrinnen, Traufbleche etc. zu rechnen.
  • Bei der Dacheindeckung hängt der Preis stark vom gewählten Material ab, ein Kupferdach ist teurer als die Eindeckung aus Bitumen-Schindeln. Dachziegel kosten in etwa 30-50 Euro, Kupfer kostet um die 100 Euro pro m².
  • Was die Dachdämmung angeht, so kostet der Quadratmeter zwischen 20 und 150 Euro.
  • Sollen Dachfenster erneuert werden, schlägt sich das mit etwa 400 bis 600 Euro zu Buche.

Wer vorhat, das Dach zu sanieren und dabei etwas für die Wärmedämmung der Immobilie zu tun, dann kann damit einen Beitrag zur Energiewende leisten und staatliche sowie regionale Förderprogramme beantragen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert etwa Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle.

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