US-Zölle setzen Handwerk unter Druck: ZDH warnt vor "handelspolitischer Steinzeit"

Auf EU-Waren sollen künftig 20 Prozent Zoll erhoben werden, Einfuhren aus China werden sogar mit bis zu 54 Prozent belastet.
"Handelspolitische Steinzeit"
Besonders alarmiert zeigt sich Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH): „Dieser Zollhammer führt die Welt zurück in die handelspolitische Steinzeit.“ Er fordert eine rasche und entschlossene Antwort Europas, um wirtschaftliche Verwerfungen abzuwenden. Denn auch das Handwerk sei stark betroffen – etwa durch steigende Materialpreise und unterbrochene Lieferketten.
Druck auf neue Koalition steigt
Schwannecke mahnt zudem, dass die deutsche Politik jetzt handeln müsse: „Der Druck auf Union und SPD ist noch einmal gewachsen, Tempo bei den Koalitionsverhandlungen zu machen.“ Zusätzliche Belastungen durch höhere Steuern oder Abgaben seien aus seiner Sicht das völlig falsche Signal. Vielmehr brauche es nun Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit – auch im Interesse der vielen kleinen und mittelständischen Betriebe.